Dillingen

St. Ulrichs-Preis für Dr. Gerd Müller, MdB

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, MdB, wird am 24. Oktober 2020 für seine Verdienste um die Einheit Europas mit dem Europäischen St.-Ulrichs-Preis ausgezeichnet

Noch im Herbst dieses Jahres wagt die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung trotz der Corona-Pandemie einen erneuten Anlauf zur Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises an den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, MdB Dr. Gerd Müller. So wird die Preisverleihung nach den aktuellen Planungen der Europäischen St.-Ulrichs-Stiftung am Samstag, 24. Oktober 2020, gefeiert. Damit folgt die Stiftung einem ausdrücklichen Wunsch des Preisträgers, den Festakt noch in diesem Jahr, in dem Deutschland die EU-Präsidentschaft innehat, zu veranstalten.

Er wird um 16:00 Uhr in der Basilika St. Peter in Dillingen stattfinden und ca. 90 Minuten dauern. Wegen der Corona-Pandemie geht die Stiftung bei ihren Planungen davon aus, dass auch im Herbst unverändert Einschränkungen wie etwa das Abstandsgebot und das Tragen von Schutzmasken gelten.

Deshalb sind in der Basilika nur rund 130 geladene Gäste zugelassen. „Wir müssen uns deshalb auch bei der Einladungsliste Beschränkungen auferlegen“, wirbt der Vorsitzende der Stiftung, Landrat Leo Schrell, um Verständnis. Aus diesem Grund wird nur ein begrenzter und repräsentativer Kreis an Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft Platz finden.

Damit die Bevölkerung ungeachtet dessen das Ereignis mitverfolgen kann, wird die Stiftung erstmals die Preisverleihung mit einem Live-Streaming ins Internet übertragen.

„Das ist eine tolle Möglichkeit, dabei sein zu können und trifft in Zeiten von Corona in gewisser Weise die mediale Wirklichkeit“, betonen Landrat Leo Schrell, Oberbürgermeister Frank Kunz und Pfarrer Wolfgang Schneck.

Die Laudatio wird MdEP Manfred Weber, der Vorsitzende der Fraktion der Europäischen Volksparteien im Europäischen Parlament, halten. „Ich erwarte mir angesichts der großen Herausforderungen, vor denen der Europäische Kontinent nicht nur wegen Corona steht, sowohl vom Preisträger als auch vom Laudator inhaltlich starke Reden pro Europa“, sagt Schrell. Deshalb werde von der Preisverleihung weit über die Region hinaus ein deutliches Zeichen für ein starkes, solidarisches, tolerantes und vor allem geeintes Europa ausgehen, das Frieden, Freiheit und Sicherheit garantiere.

Deshalb freuen sich die Mitglieder des Stiftungsvorstandes, Leo Schrell, Frank Kunz und Wolfgang Schneck, dass es in den letzten Wochen gelungen ist, einen Termin für die Preisverleihung noch im Herbst festlegen zu können.

Besonders groß ist die Freude auch über die Zusage des neuen Augsburger Bischofs, Dr. Bertram Meier, an der Preisverleihung teilzunehmen.

Hurler

Die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung ist im Jahre 1993, dem 1000. Jahr der Heiligsprechung von Bischof Ulrich (Bistumspatron des Bistums Augsburg), auf Initiative des verstorbenen Landrats Dr. Anton Dietrich als Stiftung des Landkreises und der Großen Kreisstadt Dillingen a.d.Donau gegründet worden. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Einheit Europas in christlich-abendländischer Tradition und im Geiste des hl. Ulrich. Stiftungsvorsitzender ist Landrat Leo Schrell.

Der Stiftungszweck wird u.a. durch die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Europäischen St.-Ulrichs-Preises an Personen, Initiativen und Institutionen verwirklicht, die insbesondere in den Bereichen Politik, Kirche, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und sozialem Engagement tätig sind und sich in christlich-abendländischer Tradition und im Geiste des hl. Ulrich für die Einheit Europas einsetzen bzw. eingesetzt haben. Mit dem Europäischen St.-Ulrichs-Preis sind bisher ausgezeichnet worden:

1993 Prof. Dr. Alfons Nossol, Bischof von Oppeln

1995 Dr. Alois Mock, Vizekanzler und Außenminister a.D. der Republik Österreich

1997 Dr. Helmut Kohl, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

1999 Prof. Dr. Roman Herzog, Bundespräsident a.D. der Bundesrepublik Deutschland

2001 Dr. Marion Gräfin Dönhoff, Publizistin und Mitherausgeberin der ZEIT

2003 Gemeinschaft Sant’Egidio, vertreten durch den Gründer, Professor Dr. Andrea Riccardi

2007 Miloslav Kardinal Vlk, Erzbischof von Prag

2009 Anne Sophie Mutter, weltberühmte Geigerin

2012 Lech Walesa, Präsident a.D. der Republik Polen und Friedensnobelpreisträger

2014 „Miteinander für Europa“ Internationales Netzwerk aus 300 christlichen Bewegungen

2016 Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen

2018 Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen e.V.“, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden der deutschen Sektion, Dr. Volker Westerbarkey

Informationen zur Stiftung sowie den Preisträgern und den Preisverleihungen früherer Jahre finden sich auch unter www.landkreis-dillingen.de unter der Rubrik „Bildung & Kultur“.

Zur Erfüllung des Stiftungsauftrages ist die Stiftung auf Spenden angewiesen

Sparkasse Dillingen-Nördlingen

IBAN: DE68 7225 1520 0000 0438 00

BIC: BYLADEM1DLG

Vitas

Bundesminister Dr. Gerd Müller, MdB

(Preisträger 2020)

- geb. 1955

- 1989 bis 1994 Abgeordneter im Europäischen Parlament
- seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages
- 2005 bis 2013 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

- Seit 2013 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Manfred Weber, MdEP (Laudator 2020)

- Geb. 1972

- Seit 2004 Mitglied im Europäischen Parlament

- 2006 bis 2009 innenpolitischer Sprecher der EVP-ED-Fraktion

- 2009 bis 2014 stellvertretender EVP-Fraktionsvorsitzender

- Seit 2014 EVP-Fraktionsvorsitzender

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