Dillingen

Ausbau B16 neu Lauingen-West

Der Ausbau der B16 im Abschnitt Lauingen-West bis zur Anschlussstelle Faimingen-Echenbrunn könnte, so Stimmkreisabgeordneter Georg Winter, ein Modellprojekt werden, sofern alle Akteure am Gesamtkonzept festhalten. Ein wichtiger Schritt dahin war die einstimmige Zustimmung des Stadtrates Lauingen. Vorausgegangen sind viel Verhandlungen in den zurückliegenden Jahren, die auf seine Initiative stattgefunden haben.

Ausgangspunkt war, der bestehenden Bundesstraße eine dritte Spur hinzuzufügen, da es beim ersten Konzept Bedenken von Seiten der Landwirtschaft wegen der Kraftfahrtstraße gab, die Kommunen Gundelfingen und Lauingen waren besorgt, dass der landwirtschaftliche Verkehr in die Ortsdurchfahrten zurückgedrängt wird. Ziel war daher, das Problem Kraftfahrstraße zu lösen, die eingeschränkten Bahnübergänge zu ersetzen und eine alltagstaugliche Radwegeverbindung von Echenbrunn bis Lauingen zu realisieren mit der Option später die Stadtteile im Norden auf diese Weise zu erreichen.

Bürgermeisterin Katja Müller hatte in Abstimmung mit ihrer Amtskollegin Miriam Gruß, Gundelfingen, beim damaligen Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart beantragt, die Planungsabschnitte so zu gestalten, dass sie sich jeweils auf eine Kommune beschränken. Mit dem Konzept, so MdL Georg Winter, hatten wir auch bei der Umfahrung Dillingen Erfolg. Verkehrsminister Reichhart hatte sich im Frühjahr vergangenen Jahres damit einverstanden erklärt, dass die B16 von Lauingen bis Günzburg in insgesamt sechs Planungsabschnitte aufgegliedert wird - einer umfasst nun auch auf Wunsch Lauingens die gesamte Ortsdurchfahrt von Ost bis West, der kleinere Abschnitt den Bereich Lauingen-West bis Faimingen.

Das nun erarbeitete Konzept verknüpft mehrere Finanzierungsprogramme zu einer Maßnahme, so Winter weiter. Die Bundesstraße wird durch die Verflechtung der Ein- und Ausfahrtsspuren um zwei Fahrbahnen erweitert, so dass der landwirtschaftliche Verkehr keine Behinderung darstellt, denn jede Fahrtrichtung verfügt dadurch über eine durchgängige Überholspur. Für die Landwirtschaft ergibt sich mit der neuen Anschlussstelle der erweiterten Bundesstraße nicht nur die Möglichkeit, die Bahn, sondern in direkter Folge auch die B16 zu queren. Dadurch werden die Rufschranken an der Römerstraße und dem Kapellenweg entbehrlich. Im Gegenzug dazu finanzieren Bahn, Bund und Freistaat Bayern ein Parallellwegenetz nördlich und südlich der Bahnlinie mit einer drei Meter breiten Fahrbahn, das neben der Landwirtschaft auch von den Radlern genutzt werden kann. Dank der Mitwirkung der Stadt Gundelfingen und des Landkreises Dillingen einschließlich bayerischer Förderung kann ein Radweg entlang der alten B16 von Echenbrunn bis zur Anschlussstelle Faimingen realisiert werden. In Kombination mit dem bereits durch das Bahnprogramm finanzierten Rad- und Wirtschaftsweg entsteht somit eine Verbindung bis zur Westendstraße über die Ladestraße für Pendler bis zum Bahnhof. Die neue Radwegeverbindung ist zugleich die Begründung dafür, dass die bestehende Bahnbrücke bei der Anschlussstelle Faimingen für die Radler verbreitert wird und in Folge dessen der Bund gefordert ist, seine neue Brücke über die Bundesstraße einschließlich Radweg zu bauen.

Als weitere Optimierung kann ein künftiges Kernwegenetz, das Lauingen für seine Stadtteile mit der Gemeinde Haunsheim angehen will, um weitere Verbindungen Richtung Veitriedhausen- Frauenriedhausen ergänzt werden.

Text: Georg Winter, Bay. Landtagsabgeordneter

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