Dillingen

Absage des verkaufsoffenen Sonntags in Dillingen – auch der Christkindlesmarkt kann nicht stattfinden

In Dillingen muss der traditionelle Nikolaimarkt am letzten Sonntag im No-vember abgesagt werden. In gemeinsamer Abstimmung haben dies die Stadt, die Wirtschaftsvereinigung (WV) und die Marktreferenten aufgrund des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens entschieden. Somit ist auch die Öffnung der Geschäfte an dem Sonntag nicht möglich.

Um in der Vorweihnachtszeit dennoch einen sicheren und möglichst unbe-schwerten Einkauf in den örtlichen Geschäften zu ermöglichen, hat sich ei-ne große Mehrheit der WV-Mitglieder in einer Umfrage dafür ausgespro-chen, die Geschäfte an Freitagabenden bis 20 Uhr zu öffnen. Dies soll am Freitag, 27. November, das erste Mal der Fall sein. Vonseiten der Stadt wird dieser „Adventliche Einkaufsabend“ durch ein Lichtkonzept unterstützt. Bis Weihnachten werden immer wieder andere Dillinger Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt angestrahlt und laden zum Schlendern ein. Hinzu kommt die LED-Weihnachtsbeleuchtung: Diese wurde vor einigen Jahren vom Ver-ein „Image Plus“ angeschafft und wird heuer von den Stadtwerken bereits zwei Wochen früher in Betrieb genommen, um zusätzliche Atmosphäre in der Innenstadt zu schaffen.

Und auch für den Dillinger Christkindlesmarkt haben die Marktreferenten nun gemeinsam mit der Stadt festgelegt: Eine Veranstaltung – unabhängig von der Größe – kann es heuer nicht geben. Wie angekündigt, hatte man sich in Dillingen darauf geeinigt, die Entscheidung Mitte November zu tref-fen – dann mit Blick auf die aktuelle Infektionslage und die Situation zum Jahresende.

„Die jetzige Entwicklung lässt weder eine verlässliche Planung für die Fieranten zu. Ebenso gibt es keinerlei Garantie, dass die Veranstaltung im Dezember überhaupt durchgeführt werden könnte“, so das Planungsteam um Peter Graf vom Kulturamt sowie die Festreferenten Johann Graf und Pe-ter Graf aus dem Stadtrat gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Kunz. Derzeit laufen Überlegungen, wo während der Weihnachtszeit in den Straßen Holzbuden aufgestellt werden könnten, in denen weihnachtliches Kunsthandwerk verkauft wird. Stände zum Essen und Trinken werden auch aufgrund der Maskenpflicht in großen Teilen der Innenstadt nicht möglich sein.

Oberbürgermeister Kunz: „Uns ist es wichtig, die Gesundheit unserer Mitmenschen zu schützen und gleichzeitig den örtlichen Handel in dieser schwierigen Zeit zu stärken. Daher bin ich sehr dankbar dafür, dass wir die-se Entscheidungen im Schulterschluss von Stadtratsreferenten, -Verwaltung und Wirtschaftsvereinigung einvernehmlich so getroffen haben.“

Text: Jan Koenen

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